Capsule Wardrobe – Bilde deine ultimative Garderobe

Capsule Wardrobe - Anleitung auf deutsch

Ihr kennt das sicher auch: man schaut in den Kleiderschrank, findet NICHTS das einem gefällt und schlägt die Schranktür wieder zu, nur um eine halbe Panikattacke zu bekommen oder in Depressionen zu verfallen.

Mir ging es beinah wöchentlich so. Und genau dann ist es an der Zeit etwas Neues auszuprobieren. Die Antwort auf das Übel? Die Capsule Wardrobe!

Was ist eine Capsule Wardrobe?

Die Capsule Wardrobe – auf deutsch Kapsel Kleiderschrank – kann man vielleicht etwas freier übersetzten mit „minimalistische Garderobe“. Dabei kleidet man sich im Alltag mit ca. 37-40 Kleidungsstücken.

Warum ist die Capsule Wardrobe die Lösung?

Habt ihr auch einen vollen Kleiderschrank und trotzdem das Gefühl „nichts zum Anziehen“ zu haben? Besitzt ihr Stücke, die zwar total in Mode sind (oder waren), aber ihr könnt sie nicht kombinieren? Oder findet ihr einfach nicht euren Stil? Kostet es euch Zeit und Nerven zu entscheiden, was ihr am Morgen anziehen sollt?

Ich denke jeder will sich eine Garderobe aufbauen, die untereinander großartig zu kombinieren ist. Bei der man immer weiß, dass für jede Gelegenheit des Alltags das richtige Kleidungsstück im Schrank wartet. Man möchte modern aussehen, aber mit eigenem Stil (die unterschiedlichem Modestile findet ihr hier).
Und genau dabei soll der minimalistische Kleiderschrank helfen und uns gleichzeitig mehr Energie, Zeit und Geld beschaffen für die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben (Familie, Freunde, Hobbies, Reisen etc.).

Denn die Capsule Wardrobe enthält zwar weniger Kleidungsstücke, aber diese sind durchdacht, passen zueinander und repräsentieren uns. Denn die Wahrheit ist: wir tragen eh nur 20% unseres Kleiderschranks 80% der Zeit. Lass uns gemeinsam aus diesen 20 Prozent 80 oder mehr machen. Das ist gut für uns und die Umwelt. Eine detaillierte Schritt für Schritt Anleitung zu so einem Kleiderschrank gibt es hier. Nun aber zu den Regeln der Capsule Wardrobe.

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Schau doch mal rein!

Die ‚Regeln‘

Regel #1: Sucht euch eine Zahl zwischen 35-45 Kleidungsstücken.

Jedes Teil zählt; ausgenommen sind Accessoires (auch Taschen!), Unterwäsche, Socken, Sportsachen und Sachen die ihr nur zu Hause anziehen werdet. Auch ich persönlich weiß noch nicht bei welcher Zahl ich genau landen werde. Berichte darüber werden folgen.

Regel #2: Tragt diese Stücke 3 Monate (eine Saison) lang.

Ich teile diese Phasen so ein Dez-Feb Winter, Mär-Mai Frühling, Jun-Aug Sommer, Sep-Nov Herbst. Ihr könnt auch eine Capsule Wardrobe fürs ganze Jahr aufbauen (mit mehr Teilen versteht sich). Aber die Mode ändert sich und ich bin keine Fashionista, die jetzt schon weiß was im Herbst angesagt sein wird. Daher bleibe ich bei dieser saisonalen Einteilung.

Regel #3: Ein Budget festlegen oder vor der Saison shoppen und während den 3 Monaten sparen.

Ich persönlich möchte gerne nur 100 € im Monat für Kleidung ausgeben, weil eben mein liebstes Hobby Reisen ist. Wenn euch 200 € realistischer erscheint, bitte sehr. Das bedeutet aber nicht, dass ich jetzt zu Primark rennen werde und mir 10 Teile für 100 € kaufe. Das wäre der falsche Ansatz.
Ich möchte erstmal einen guten Grundstock aufbauen und dann irgendwann die Teile, auf die ich immer zurückgreife durch qualitativ Hochwertigere ersetzten. Außerdem entscheide ich mich für die Budget Variante, weil das für mich realistischer ist. Ich neige dazu dann vor der Saison zu viel auszugeben. Man kann aber durchaus mal beides ausprobieren und gucken womit man besser klar kommt.

Regel #4: Plant eure Garderobe und Outfits.

Das hilft ungemein. Man erkennt was einem noch im Kleiderschrank fehlt, welche Teile oft angezogen werden und welche vielleicht doch nicht das Richtige sind. Ich benutzte dazu die Stylebook App und finde sie ganz fantastisch.
Super ist die App auch um nicht in die Falle des: „Was ziehe ich heute nur an?“-Dilemmas zu stolpern. Am Abend vorher kann ich durch meine erstellten Looks scrollen und mir einfach ein Outfit aussuchen. Wer sich die App nicht runterladen kann: fotografiert eure Outfits und legt euch ein Album an!

Regel #5: Die Mischung macht’s.

Es geht hier um’s sparen – nicht unbedingt um Geld, sondern darum Zeit und Energie zu sparen. Sich ein bisschen von dieser Konsumgesellschaft zu befreien. Daher wäre es natürlich kontraproduktiv zu jeder neuen Saison 40 neue Teile zu besorgen.
Dennoch soll Mode ja auch Spaß machen und so werde ich zu jeder Saison auch ein paar Trendteile besorgen, die nicht unbedingt die teuer sein müssen.

Regel #6: Macht eure eigenen Regeln.

All die aufgeschriebenen Regeln sind nicht in Stein gemeißelt, nehmt was euch gefällt, verändert es, passt es an euer Leben an. Ihr wollt euren geliebten Schuhschrank nicht aufgeben? Ok, dann behaltet die Schuhe und reduziert euch auf 30 Teile. Habt Spaß mit dieser Idee und wenn ihr keinen dabei habt, auch nicht schlimm. Aber ein Versuch, wenn ihr mit eurer momentanen Kleiderschrank-Situation unzufrieden seid, ist es wert!

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Probier es aus!

 

Also was meint ihr? Macht ihr mit? Lasst es mich wissen!

Weitere Informationen:

  • noch nicht überzeugt? Hier gibt es 5 Vorteile einer Capsule Wardrobe
  • alle meine bisherigen Capsule Wardrobes (Frühling, Sommer, Herbst und Winter) gibt es hier
  • eine genaue Schritt für Schritt Anleitung zum minimalistischen Kleiderschrank gibt es hier
  • hier findet ihr allgemeine Styling Tipps
  • eine Übersicht und Erklärungen zu den verschiedenen Modestilen gibt es hier
  • meine gesamten Outfits gibt es unter diesem Link
– inspiriert von un-fancy.com
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8 thoughts on “Capsule Wardrobe – Bilde deine ultimative Garderobe

  1. Diese Caspule Wardobe Challenge ist wirklich spannend! Ich hab mich daran aber noch nicht gewagt, da ich meinen Stil gerade noch suche. Dafür habe ich die letzten 7 Monate komplett aufs Shopping verzichtet und fange nun nach und nach an, meine individuellen Basics aufzustocken. Und nun klick ich mich erstmal durch deinen anderen Artikel durch, um mich zu inspirieren.

    Bisous aus Berlin, deine Patricia
    THEVOGUEVOYAGE by Patricia Sophie

    1. Vielen Dank liebe Patricia,
      ich habe meinen Stil auch erst nach und nach gefunden. Witzigerweise findet man ihn eher, je weniger man zum Anziehen hat.
      Vergessen sollte man nur nicht, dass sich Geschmack und Stil eben auch immer weiterentwickeln. So wie man selbst.
      Liebe Grüße
      Anne

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