Neu einkleiden mit der Capsule Wardrobe Methode – Wie du deine Garderobe erneuerst

  Neu einkleiden mit der Capsule Wardrobe Methode - Eine Schritt für Schritt Anleitung

Heute beginnt eine neue Serie: die Schritt für Schritt zur Capsule Wardrobe Anleitung.

Manchmal im Leben ist es Zeit für Veränderung. Sei es auf Grund eines Berufswechsels, oder gar des Berufseinstiegs oder einfach aus einer Eingebung heraus den Stil zu ändern. Und dann ist es auch Zeit die Garderobe zu erneuen, sich komplett neu einzukleiden oder aber auch den Kleiderschrank einfach mal umzustrukturieren und nach Lücken zu suchen.

Meist steht man dann vor dem Problem: Was genau soll ich zuerst kaufen? Was kann ich möglicherweise behalten? Wie erstelle ich eine funktionierende Garderobe? Was fehlt mir dafür?

Ich gebe euch in den nächsten Wochen eine Schritt für Schritt Anleitung euch neu auszustatten oder euren Kleiderschrank zu organisieren. Mir soll diese ganze Prozedur helfen die Lücken in meiner Capsule Wardrobe zu finden und eine noch bessere Garderobe für den Winter 2015 zu erstellen.

Die Capsule Wardrobe

Vielleicht seid ihr hier gelandet ohne jemals von der Capsule Wardrobe gehört zu haben. Nicht schlimm, im Grunde genommen ist die Capsule Wardrobe eine Garderobe die aus 37 Teilen besteht und jeweils 3 Monate getragen wird (je eine Ausstattung also für Frühling, Sommer, Herbst und Winter).
Accessoires, Trainingskleidung, Unterwäsche und alle Sachen, die ihr nur zu Hause anzieht – wenn euch keiner außer der Pizza-Bringdienst sieht – werden nicht zu den 37 Teilen gezählt. Schuhe allerdings schon. Wer noch mehr darüber lesen möchte wieso, weshalb, warum bitte hier lang.
Für alle anderen nur so viel zur Frage:

Warum ich die Capsule Wardrobe mit ins Spiel gebracht habe?

Die Antwort: 37 Teile ist die perfekte Anzahl an Kleidungsstücken.
Mit 37 Teilen habt ihr die Grundausstattung, die Basis, eine vernünftige Garderobe mit der ihr für jede Situation eures Alltags gewappnet seid. Punkt.

Aber keiner sagt, dass ihr dann aufhören müsst zu shoppen. Ich bin allerdings nur hier für eben jene Basisgarderobe, alles Weitere obliegt euch. Vielleicht bekommt ihr aber auch Lust euch weiter mit der Capsule Wardrobe zu beschäftigen, oder merkt, dass man gar nicht viel mehr als 37 Teile braucht. Nun aber zu den Vorbereitungen.

Vorüberlegungen

Bevor es ums Zusammenstellen geht müssen ein paar Eckdaten geklärt werden.

1. Woraus besteht euer Alltag – welchen Dresscode gibt es?

Diese Frage kann ich nicht für euch beantworten. Eine Angestellte bei der Bank braucht eine andere Garderobe als die freiberufliche Fotografin. Aber ich kann euch ungefähr sagen wie meine Antwort auf diese Frage aussieht und was für Rückschlüsse ich für meine Garderobe daraus ziehe.

Gelangweilt von deinen Arbeits-Outfits?

Klick hier und du bekommst meine Tipps und Tricks um deine Business Garderobe aufzupeppen und persönlicher zu machen ohne hundert verschiedene Anzüge kaufen zu müssen!

Probier es aus!

Meine Antwort: Ich bin 5 Tage die Woche, 9 Stunden am Tag arbeiten. Es gibt keinen klassischen Dresscode, aber die Vorschrift: lange Hosen, geschlossene Schuhe. Ab und zu muss ich geschäftlich verreisen, wobei die Garderobe dann mit Business Casual am Besten beschrieben ist.

Rückschlüsse: Viele Röcke oder Kleider machen wenig Sinn für meine Garderobe, da werde ich dann eher auf ein weiteres Paar Hosen zurückgreifen. Genauso sinnlos wäre es eine Unmenge an offenen High Heels zu kaufen. Aber abgesehen von diesen Punkten kann meine Wochenend-/Freizeitkleidung auch unter der Woche problemlos getragen werden. Ein paar schicke Optionen zum aufwerten der Looks sind aber wünschenswert.

Damit haben wir schon mal viele Informationen gesammelt und vielleicht auch schon ein bisschen den Kleidungsstil eingegrenzt. Zur Stilfindung habe ich euch an dieser Stelle mal alle üblichen Stil-Arten aufgeführt und hier gibt es eine kleine Erklärung, warum die Capsule Wardobe Methode perfekt geeignet ist den eigenen Stil zu finden.

Mein Tipp: Stellt euch folgende Fragen

  • Wo bin ich die meiste Zeit des Tages?
  • Was mache ich die meiste Zeit des Tages?
  • Was mache ich in meiner Freizeit?
  • Welche Kleidung ist für all das angemessen?

2. Ein Farbschema wählen

Kommen wir zum etwas spaßigeren Teil. Welche Farben sollen es sein? Für dieses Experiment sollten möglichts 5 Farben gewählt werden, die sich wie folgt verteilen:

  • 2 neutrale Basisfarben: Diese zwei Töpfe bilden den Großteil eurer Garderobe und sollten daher neutral gehalten werden. Schwarz, Grau, Beige, Dunkelblau, Braun, aber auch Khaki könnten eure Grundbausteine werden.
  • 2 Akzentfarben: Bei diesen zwei Farben könnt ihr euch austoben. Am besten wäre es aber für die Garderobe, wenn auch diese 2 Farben miteinander harmonieren (siehe Infobox).
  • 1 Nuance an Weiß: Es muss ja nicht strahlend weiß sein, aber etwas hell-beiges, eierschalenfarbenes sollte in eurer Garderobe sein, um alles zusammenzufügen.

Meine Farbwahl: Ich werde für diese Serie als Basisfarben schwarz & grau wählen, als Akzentfarben werde ich bordeaux und olivgrün benutzen. Weiß ist eh gesetzt.

Tipps:

  • Eine Akzentfarbe steht, aber welche harmoniert dazu? Gebt bei Pinterest doch einfach „color scheme [eure erste Akzentfarbe]“ ein, so findet ihr sogar ein paar Neutralfarben die gut harmonieren
  • Wenn ihr nach einer Farbempfehlung sucht die zu eurem Typ passt, kann ich euch diese Seite empfehlen

Noch irgendwelche Fragen offen? Lasst es mich wissen und hinterlasst mir einfach einen Komentar! Nächste Woche geht es dann richtig los mit dem neu einkleiden!

Zum zweiten Teil der Serie hier klicken.

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12 thoughts on “Neu einkleiden mit der Capsule Wardrobe Methode – Wie du deine Garderobe erneuerst

  1. Capsule Wardrobe habe ich gerade erst entdeckt und ich finde es echt genial. Am Freitag in aller Herrgottsfrüh startet der Flieger in Richtung Urlaub und ab da mache ich mir Gedanken 🙂 Herrliche Aussichten.

  2. Hallo Anne,

    vielen Dank für deine schöne Website zum Thema capsule wardrobe.

    Ich versuche nun schon seit ein paar Jahren meine Garderobe Stück für Stück umzurüsten.
    Da ich nicht alles auf einmal neu kaufen will, ersetze ich Stück für Stück einzelne Teile, wenn es sowieso Zeit für Neues ist.

    Leider bin ich da aber auf ein paar Probleme gestoßen und wollte dich um Rat fragen:

    Zu mir: Ich bevorzuge als Neutralfarbe dunkelblau, habe aber auch viele schwarze Teile im Schrank. Als Akzentfarben trage ich gerne Rot und Koralle/Lachs. Von den Weißtönen steht mir Cremeweiß am besten.

    Problem 1: Bei der Wahl der Basisfarben hast du dich für die Kombination schwarz + grau entschieden. Das hat den Vorteil, dass man diese auch untereinander kombinieren kann. Das gilt aber nicht für alle Kombinationen: So gefällt mir die Kombination Schwarz + Dunkelblau überhaupt nicht. Wahrscheinlich müsste man dann doch beige oder hellgrau zu dunkelblau wählen?
    Im Moment benötige ich daher eigentlich fast alles doppelt: einmal in schwarz und einmal in dunkelblau. Das betrifft Schuhe, Gürtel, Handtaschen, Mäntel, Blazer etc.
    Da jetzt wieder der Kauf eines Wintermantels ansteht, ist dann doch die Frage, wo die Reise hingehen soll.

    Problem 2: Langfristig wollte ich mich eigentlich auf Dunkelblau festlegen. Leider gibt es aber Dunkelblautöne, die nicht zusammenpassen. Das fällt vor allem bei Kleidungsstücken auf, die direkt nebeneinander getragen werden: Hose + Schuhe, oder Hose + Gürtel etc.
    Das führt dann dazu, dass leider doch nicht alles kombinierbar ist. Leider kann man auch schlecht seine Garderobe mit zum Einkaufen nehmen um die Farbtöne abzugleichen. Da ist schwarz dann doch praktischer.

    Problem 3: Leider gibt es in dunkelblau auch nicht so eine große Auswahl. Das bemerkt man vor allem bei Lederwaren: Schuhen, Gürteln, Handtaschen, Lederjacken etc. Ich habe daher einige Teile in Braun gekauft, damit ich diese dann zu dunkelblau tragen.

    Jetzt habe ich schwarze, dunkelblaue und braune Teile im Schrank und muss doch wieder gucken, was wie zusammen passt. Zwar weiß ich inzwischen was für Schnitte, Muster und Materialien für mich geeignet sind, aber so richtig zufrieden bin ich mit meiner Garderobe noch nicht.
    Hast du einen Rat für mich?

    Liebe Grüße und vielen Dank!

    1. Hi Laura,

      erstmal danke für deinen Kommentar. Lass mich dir als erstes sagen: ich weiß genau wie es dir geht. Heute zum Beispiel hab ich eine Tasche erhalten, auf die ich lange gespart hatte und wirklich dachte, dass sie in mein Konzept passen würde. Und was soll ich sagen? Ich habe mich geirrt. Außerdem kenne ich das Gefühl mit der Garderobe irgendwie nicht voran zu kommen, gerade auch wegen der Schwangerschaft habe ich das Gefühl irgendwie wieder von vorne anzufangen. Du bist also nicht allein!

      Zu deinen Fragen: so ganz verstehen, warum du die Kombination Blau und Schwarz nicht magst, kann ich ehrlich gesagt nicht. Dieses Outfit zum Beispiel finde ich absolut fantastisch.
      Aber gut, du magst es eben nicht, auch kein Problem. Tatsächlich wäre es eine Möglichkeit deine schwarzen Sachen nach und nach gegen Grau und/oder Beige auszutauschen, oder auch Cremeweiß als Basisfarbe „aufsteigen“ zu lassen wäre möglich.
      Beim Mantel würde ich zum Beispiel vielleicht gleich in einen klassischen beigen investieren? Der sollte zu deinen braunen, blauen, schwarzen und weißen, sowie roten Sachen passen.
      Problem 2:Wegen den verschiedenen Blautönen: das ist genau der Grund, warum ich Online-Shopping bevorzuge. Da kannst du die Sachen, die du bestellst mit deinem ganzen Kleiderschrank ausprobieren und dann entscheiden, ob das gelieferte Teil zu genug Sachen passt und vielseitig genug ist!

      Problem 3: Dunkelblau und Braun ist wirklich eine gute, sehr klassische Kombination. Ich würde vielleicht einfach aufhören schwarze Sachen zu kaufen und mich auf die anderen Farben, die du genannt hast konzentrieren. Und noch was: ich finde es auch nicht sonderlich dramatisch eventuell mehr als 37 Teile zu haben und dafür auch mehr als nur 2 Basisfarben. Dann sind es eben 3 Basisfarben, halb so wild!
      Wenn du allerdings unzufrieden bist, musst du analysieren was genau die unzufrieden macht! Die vielen unterschiedlichen Farben? Oder dass du die 37 Teile damit nicht einhalten kannst? Die vielen verschiedenen Nuancen an Blau?

      Hier hab ich nochmal eine Capsule Wardrobe in den Farben, die dir vorschweben gefunden. Und dieser Pin hier ist super (die Frau hat jetzt zwar rosa statt koralle, aber gleiches würde auch mit deiner Akzentfarbe funktionieren!).

      Mein letzter Tipp: wenn es dich nervt, dass du jetzt wieder überlegen muss, was mit was kombinierbar ist, dann nimm dir mal einen Tag am Wochenende Zeit und stell dir Outfits zusammen. Zieh sie an, fotografier sie mit dem Handy vorm Spiegel und speichere die auf dem Handy ab. Versuch so viele Looks wie möglich zusammenzustellen.
      Dann hast du deine eigene Bibliothek an Looks, aus der du an den Tagen wo du keine große Lust hast nachzudenken einfach ein Outfit aussuchen kannst! Das ist etwas, das ich dank dem Blog auch mache und habe und es ist wirklich super hilfreich ab und zu mal zu schummeln und sich keine Gedanken über deas Outfit machen zu müssen, weil man das schon gemacht hat 😉

      Ich hoffe ich konnte dir helfen?

      Lg Anne

  3. Hallo Anne
    Vielen, vielen Dank für deine schnelle Antwort!

    Ich habe auch gerade eine Schwangerschaft hinter mir und weiß, was du meinst. 🙂
    Ich empfehle 2-3 Schwangerschafts-/ Stillkleider in den Basisfarben. Da muss man nichts kombinieren, sie passen bis zum Schluss und man hat auch nach der Geburt noch etwas davon.

    Unsere Kleine ist jetzt zwei Monate alt. Ich passe zwar schon halbwegs wieder in die alten Kleider hinein, aber ich ziehe die Stillkleider immernoch gerne an. Die Skinny Jeans sitzen doch noch etwas eng 😉 und zum Stillen (vor allem unterwegs) sind die Kleider auch sehr praktisch.

    Wie ich auf deinen neuesten Posts sehe, stehen dir aber auch skinny jeans im 8. Monat noch super! Bei mir wurde irgendwann der Po so riesig, dass Kleider einfach die bessere Wahl waren.

    Das mit dem Online-Shopping habe ich auch schon festgestellt. Mit Baby ist das auch sowieso die angenehmere Variante…

    Das mit der Tasche kann ich gut nachempfinden. Ich hatte einen schwarzen knielangen Faltenrock und ein paar schwarze Chelsea-Boots auf meiner Liste. Beides habe ich vor ca. 2 Jahren, dann auch gekauft. Der Faltenrock ging nach zwei Monaten quasi ungetragen zum Second-Hand-Laden. Die Chelsea Boots habe ich jetzt auch hingebracht (einmal getragen) und mir schweren Herzens neue gekauft, die ich jetzt schon öfter getragen habe (neuer Lieblingsschuh!). Es ist eben nicht nur eine Frage der Farbe und der Kombinierbarkeit, sondern auch des persönlichen Stils. Bis man den aber kennt, ist es ein langer Weg, der eben manchmal leider auch über Fehlkäufe führt …

    Das vorgeschlagene Outfit (schwarz + dunkelblau) gefällt mir auch sehr gut. Was ich nicht mag sind blaue Schuhe zu einer schwarzen Hose oder umgekehrt. Selbiges gilt auch für Kleider. Wenn dann mit anderen Accessoires nachgeholfen wird, kann man das ganze Outfit zwar noch „retten“, aber eigentlich würde ich gerne einfach alles kreuz und quer kombinieren können. Deswegen gefällt mir die Idee der capsule wardrobe ja auch so gut.
    Nachgezählt habe ich zwar noch nie – aber Ziel ist es, dass meine Kleider und die Kleider meines Mannes weiterhin zusammen in unseren eher kleinen Kleiderschrank passen. Daher muss für jeden neuen Kauf, etwas Altes weg und mein Mann will sich einfach nicht von seiner riesigen T-shirt-Sammlung trennen 😉 Jetzt musste auch noch Platz für das Baby geschaffen werden…

    Ich habe jetzt wirklich nur noch Teile im Schrank, die mir gefallen und auch gut stehen – aber oft fehlt dann eben doch noch ein passendes Paar Schuhe, die Strickjacke passt nicht dazu etc…

    Deinen Tipp mehr Beige oder Cremeweiß zu tragen finde ich daher super! Ein beiger Mantel passt prima zu den restlichen Farben und ein heller Mantel sieht auch meistens sehr elegant aus.

    Ich hatte bereits versucht mich langfristig von schwarz zu verabschieden – aber meine Lieblingsjeans ist schwarz und ich habe auch ein lbd, was ich super gerne trage und natürlich die neuen Boots …
    Daher bleibt‘s jetzt halt bei dunkelblau, schwarz und braun. Das Ganze soll ja auch Spaß machen und wie du ja auch sagst, muss man es ja auch nicht sooo eng sehen. 😉

    Vielen Dank nochmal für deine Links und Tipps! Und Kompliment für deinen guten Geschmack – mir gefallen deine Outfits wirklich sehr! Außerdem wünsche ich dir alles Liebe und Gute auch für die weitere Schwangerschaft und Geburt!

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