5 Tipps zum Ausmisten – mit und ohne Capsule Wardrobe 

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Ich hatte am Montag tatsächlich ein Interview über die Capsule Wardrobe mit Antenne Niedersachsen. Das war echt aufregend und in Vorbereitung wurde mir gesagt, dass sie eventuell auch ein paar Tipps zum Ausmisten von mir wissen wollen.

Dabei ist mir aufgefallen, dass ich über das Thema „Ausmisten“ noch nie wirklich auf dem Blog gesprochen habe. Das liegt vor allem daran, dass ich ja mit weniger Teilen in die Capsule gestartet bin als die 37 Kleidungsstücke aus den Regeln.
Außerdem denke ich, dass man beim Thema „Ausmisten“ immer beachten muss, dass es zwei Gruppen von Menschen gibt: denen den Ausmisten und sich von Dingen zu trennen leicht fällt, und die anderen, die mit dem Ausmisten leicht zu überfordern sind und die sich ungern von Dingen trennt.

Ich gehöre zu der ersten Art und hatte nie Probleme damit mich von Dingen zu trennen. Im Gegenteil, schon als Kind überkam mich oft die Ausmist-Wut und dann habe ich mein komplettes Kinderzimmer entrümpelt und Säckeweise Zeug aussortiert.
Trotzdem habe ich ein bisschen weiter recherchiert und geschaut, was wirklich nützliche Tipps sind um dem Kleiderschrank-Chaos an den Kragen zu gehen. Ganz egal, ob ihr euch eine Capsule Wardrobe aufbauen wollt, oder einfach nur den Schrank effektiv entrümpeln möchtet.

Für die Leute denen Ausmisten leicht fällt

1. Die Marie Kondo Methode

Räumt alle eure Sachen aus dem Kleiderschrank. Macht einen Haufen auf dem Bett. Danach säubert ihr mal den Schrank (es ist unglaublich wie dreckig der sein kann).

Beim einsortieren kommt dann die Marie Kondo Methode zum Einsatz: nehmt jedes Teil in die Hand (eventuell müsst ihr es sogar nochmal anziehen, wenn ihr nicht mehr wisst wie genau es sitzt) und fragt euch: liebe ich dieses Teil wirklich und bereitet es mir Freude es zu tragen? Am besten fragt ihr das tatsächlich laut und schaut wie euer Körper reagiert.

Nur die Teile, die ihr wirklich liebt, die etwas in euch auslösen sollten den Weg zurück in den Schrank finden.

Natürlich verbreitet nicht jede Socke Freude, aber sich von einer Socke zu trennen ist eventuell auch nicht so schwer wie von einem teuren Mantel, der aber irgendwie einfach nicht zu euch passt.
Wer es ganz genau nach Marie Kondo machen möchte, bedankt sich auch noch bei den Teilen, die es nicht zurück in den Schrank geschafft haben: schließlich haben sie einem trotzdem etwas gezeigt. Sie haben euch gezeigt, was ihr nicht mögt und bringen euch somit auf den Weg zu einer Garderobe die ihr liebt.

Mehr zu Marie Kondo findet ihr auch unter den Buchempfehlungen.

Für die Leute, denen es schwer fällt sich von Dingen zu trennen, oder die ihr Kleiderschrank-Inhalt überfordert

Wenn ihr zwei bis drei Doppeltürige PAX-Schränke voll Kleidung habt, würdet ihr für die obige Methode wohl ein ganzes Wochenende oder länger brauchen. Deshalb hier meine Tipps

2. Konzentriert euch auf die nächste Saison

Versucht erst gar nicht alles auf einmal zu schaffen. Als erstes bringt ihr die Sachen in den Keller/unters Bett/wohin auch immer- aber nicht zurück in den Schrank(!) die sich NICHT für die nächste Saison eignen. Zum jetzigen Zeitpunkt also alle Frühlings- und Wintersachen, Skibekleidung und die Sommerurlaub-Garderobe (falls ihr den schon hattet).
Somit bleiben schon mal viel weniger Sachen übrig, um die wir uns im zweiten Schritt kümmern.
Um die restlichen Sachen sind dann dran, wenn deren Saison vor der Tür steht!

3. Duplikate loswerden

Ihr braucht keine 8 blauen Jeans. Sucht euch eure 2 Lieblingsjeans in blau raus (eine wäre sogar noch besser!). Dann eure zwei Lieblingsshirts in weiß. Zwei oder ein gestreiftes Shirt. Euren liebsten schwarzen Pullover. Und so weiter. Nur eine Version zu haben – die ihr dafür wirklich liebt – ist meist ausreichend, wenn euch das aber zu drastisch vorkommt, könnt ihr eben auch eure zwei Lieblingsteile aus der Sammlung behalten.

Häufig sind es wirklich die Duplikate an Kleidungsstücken, die einen Großteil unseres Schranks verstopfen.
Für diesen Schritt empfehlen kann ich euch auch meine Basic Checkliste – um zu schauen ob ihr nicht vielleicht zu viele Trendteile dafür aber zu wenig Basics habt.

Basic Checkliste

4. Alles was nicht passt kommt weg!

Das meine ich sowohl im Sinne von „ins Konzept passt“ als auch „körperlich nicht mehr passt“.

Alle Sachen, die also zu eng sind kommen weg. Verabschiede dich von dem „wenn ich 5 Kilo abnehme…“-Gedanken. Alles was jetzt nicht passt, wird aussortiert.

Falls du wirklich abnimmst, darfst du dir zur Belohnung gerne neue Sachen kaufen!
Genauso die Teile, die nicht zum Rest deines Kleiderschranks passen. „Wenn ich noch den passenden Rock zu diesem einen Top kaufe…“ Du weißt wohin das führt: Teile die nur in einer Kombination funktionieren sind Gift für eine vielseitige kleine Garderobe.

Daher gilt auch für die Zukunft und mögliche Neuanschaffungen: sollte ein Oberteil nicht mit mindestens 3 unterschiedlichen Hosen/Röcken funktionieren, ist es das Oberteil eventuell nicht wert!

5. Die angepasste Marie Kondo Methode

Da wir unseren Kleiderschrank-Inhalt dank Punkt 1 ja drastisch verkleinert haben, könnt ihr auch versuchen die oben beschriebene Marie Kondo Methode auf den Haufen anzuwenden.

Ich hoffe auf diese Art und Weise schafft ihr es eine Capsule Wardrobe aus 37 Teilen für die nächste Saison aufzubauen. Oder aber einfach ein bisschen euren Kleiderschrank auszumisten. Wenn ihr noch weitere Tipps habt: hinterlasst mir gerne einen Kommentar!

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6 thoughts on “5 Tipps zum Ausmisten – mit und ohne Capsule Wardrobe 

    1. War so aufgeregt, dass ich vergessen hatte zu fragen. Wurde wohl gleich am nächsten Tag, also Dienstag, ausgestrahlt. Ob man es sich noch anhören kann, weiß ich gar nicht! Ich gucke mal 😀

      War alles recht spontan! Aber sehr interessant. Kennst du ja selbst 😉

      Lg Anne

  1. Ich bin auch jemand, der regelmäßig seine Sachen inspiziert. Man hat dadurch einen besseren Überblick, lernt mehr über sich und vermeidet somit auch den einen oder anderen zukünftigen ärgerlichen Fehlkauf. Ich räume am liebsten alles raus und überlege, was ich denn wirklich gerne wieder zurückhängen oder -legen möchte. „Wackelkandidaten“ packe ich als erst einmal seperat in eine Kiste, dann merke ich schon, ob ich das Teil nun vermisse oder ob ich im Grunde erleichtert bin, es endlich weg zu haben. Diese Kiste wird dann genauso von Zeit zu Zeit ausgemistet. Eventuelle Duplikate meiner Basisteile dürfen bei mir aber auf jeden Fall bleiben – früher oder später brauche ich es ja eh wieder, wenn der Vorgänger abgenutzt ist ☺. Solche Ersatzteile räume ich in der Zwischenzeit halt dorthin, wo sie mich nicht stören. Mittlerweile ist bei mir eigentlich sogar alles so on top, dass das Ausmisten gar kein großes Thema mehr darstellt.

    Ich wünsche noch einen schönen Sonntag!

    Hasi

    1. Das mit den Wackelkandidaten kenne ich auch! Hab da zum Beispiel für den Herbst/Winter noch ein paar Boots aufgehoben, die hatte ich im letztens Jahr kaum noch an und werde sie wohl nun doch aussortieren. Manchmal ist es gut nicht überstürzt zu handeln.

      Lg Anne

  2. Ich kann mich leider nicht sehr gut von Kleidung trennen. Manchmal entdecke ich ein 10 Jahre altes Foto, darauf habe dann einen Pulli an, den ich immer noch besitze…. der aber nur noch selten getragen wird, weil er labbelig ist oder einen Fleck hat….
    Diese Jahr im Sommer habe ich einen Capsule Wardrobe anders herum gemacht. Ein Fach leer geräumt und nur die getragene Kleidung ( nach dem Waschen) rein gelegt. Von Mitte Mai bis Mitte September habe ich dann tatsächlich nur 27 Kleidungsstücke angehabt, drei oder vier davon nur einmal ! Allerdings fehlen hier Schuhe ( max. 4 Paar ) und Schals und Sportkleidung und Spezielle Arbeitskleidung. Trotzdem konnte ich mich noch nicht von allen anderen Sommersachen trennen 🙁 Aber ich habe ein deutlich besseres Gefühl nun was ich gerne trage und was mir steht…. Für den Winter mache ich das jetzt genauso. Hier habe ich meine alten und eigentlich ungeliebten Klamotten schon mal in eine Box weggepackt. Vielleicht hilft das anderen auch, das in dieser Richtung zu machen. Übrigens bei Kleidung, die auf den Bügel muss, hilft es eine Bügel mit einer Schleife zu versehen, den hängt man dann ganz links und alles was man getragen hat kommt dann links davor…

    1. Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen hier auf dem Blog teilst.
      Ich weiß, dass es vielen nicht so leicht fällt Dinge wegzugeben wie mir, daher sind Tipps von der anderen Seite immer super hilfreich.
      Vielleicht kannst du ja aus deinen Boxen nach und nach ein Kleidungsstück weggeben/wegschmeißen und zwar immer wenn du dir ein neues Teil kaufst? So würde es nach und nach weniger werden?!
      Auf jeden Fall toll, dass du schon mal Kisten fertig gemacht hast und auch bei den Sommersachen eigentlich schon herausgefunden hast, was du willst! Das ist definitiv ein super Anfang.

      Lg Anne

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