Warum Fashionblogger für mich als Geschäftsmodell nicht funktioniert! Und wieso 2017 für mich trotzdem erfolgreich sein wird?

Fashionblog als Geschäftsmodell ist eine schwierige Sache – wenigstens für mich. Denn obwohl uns immer suggeriert wird: „Seht her, ich hab es doch auch geschafft. Du kannst das auch!“ ist der Markt – das muss hier einmal ganz klar gesagt werden – gesättigt. Die Niesche Modeblog ist längst erschöpft.

Natürlich steigt hin und wieder eine weitere super hübsche und sehr stilsichere Bloggerin in die Reihen der Erfolgreichen auf, aber das passiert 1 von 10000. Dieses Phänomen hat Conny von PlanetBackpack mal schön auf den Punkt gebracht: In einer großen Stadt wie Berlin gibt es schon tausende Cafés und trotzdem werden immer wieder neue eröffnet und manche davon auch sehr erfolgreich. Die Idee muss nur gut genug sein und ein bisschen Glück gehört auch dazu. Sie nannte dieses Beispiel als Motivation, ich nenne es gerade um zu verdeutlichen, dass viele andere Cafés es nicht schaffen.

Aber versteht mich nicht falsch, das hier soll definitiv kein pessimistischer Beitrag werden, ich möchte nur auf zwei Dinge hinaus: 1. die Nische ist wie gesagt – bis auf wenige Ausnahmen – voll und 2. das muss aber nichts schlimmes sein.

Modeblog = Sponsored Posts?

Wenn sogar Blogger, die seit Jahren dabei sind wie Linda&Caro, plötzlich Probleme haben ihre Kosten zu decken, dann ist es eben an der Zeit umzudenken. Die Problematik ist nämlich folgende: die Industrie hat ihre Ansprechpartner bereits und sie haben keine Lust sich neue zu suchen. Das bedeutet, soll ein gesponsorter Beitrag rausgehen, wissen die PR Leute bereits wen sie kontaktieren müssen. Sie suchen sich keine neuen Modeblogs. Einen sehr schönen Beitrag zum Thema: „Sei führend in deiner Nische oder sei bedeutungslos“ gibt es hier.

Hinzu kommt, dass einige Blogger gar keine Lust haben so viele gesponsorte Posts zu machen. Werbung für Zeug zu machen, hinter dem man nicht steht ist eben sinnlos – diesem Problem sahen sich Linda,Caro und auch Angela ausgesetzt.

Und auch ich wollte 2016 endlich ein bisschen was mit diesem Blog verdienen. Daraus wurde aber nichts, weil ich – wenn denn angefragt – nicht interessiert war oder eben andersherum. Ich kann die PR Agenturen ja auch verstehen. Wieso sollte eine Marke wie Rituals mit mir arbeiten, wenn sie wissen, dass Lina Mallon einen super Beitrag schreiben wird?!

Als letztes im Sportunterricht ins Team Modeblogger gewählt

Desweiteren habe ich das Gefühl, dass die großen erfolgreichen einen nicht ‚mitspielen‘ lassen wollen. Die Nische ist heiß umkämpft, die Ellenbogen sind ausgefahren aber da ist noch ein Problem mehr: keiner hat die Zeit sich um die „Zöglinge“ zu kümmern. Keiner von den großen deutschen Fashionbloggern fühlt sich für die kommende Generation verantwortlich oder will ihnen wirklich etwas beibringen. Die „Wie-werde-ich-Modeblogger“-Posts sind nett und sorgen für ein paar Klicks, aber wirklich ganzheitlich beschäftigt hat sich mit den Wissbegierigen in Deutschland noch keiner.

Und das ist auch ok. Ich kann das verstehen. Vielleicht springt ja doch noch einer auf diesen Zug auf (Masha hat da in ihren Wünschen für 2017 so etwas angedeutet) aber ich kann verstehen, dass wenn das Geschäft mit der Werbung läuft, man sich um andere Sachen kümmern muss. Man hat bestimmt genug zu tun mit PR-Agenturen zu kommunizieren, Beiträge schreiben, Fotos machen etc.

Mein 2016

So sah ich mich 2016 mit 25€ Einnahmen aus dem Amazon Affiliate Marketing ernüchtert. Und trotzdem freue ich mich überhaupt etwas verdient zu haben und nicht meinen Namen für AboutYou oder andere Plattformen, die ich gar nicht benutze, hergegeben zu haben. Ich bin nicht der Typ für Werbung. Ich würde sogar soweit gehen, dass ich Werbung nicht mag und deswegen vielleicht nicht gemacht bin für den Modeblog als Geschäftsmodell.
Zufrieden war ich auch durchaus mit meinen Leserzahlen (siehe die PR/Media) und den ganzen Kommentaren, die ihr mir netterweise hinterlassen habt. Danke dafür nochmal.

Was kommt im Jahr 2017?

Ich setzte weiter auf Affiliate (für Produkte die ich mir selbst auch gekauft habe!) und ich möchte lieber an der Reichweite meines Blogs arbeiten als an meinen Einnahmen. Ich möchte mehr Menschen helfen ihren Stil zu finden und ich möchte wachsen. Ich möchte mehr Videos drehen und euch mehr von mir zeigen, ich möchte mehr Posts schreiben wie diesen hier und ich habe ein paar konkrete Ziele in Zahlen.

Ziele:

  • Instagram-Follower: 1000 (momentan ca. 400)
  • Youtube: 100 (momentan 30)
  • Newsletter: 500 (momentan 0)

Ihr seht, vor allem der Newsletter soll mit Leben gefüllt werden, aber auch bei Instagram habe ich das Gefühl zu stagnieren. Youtube macht mir weiterhin einfach super viel Spaß und ich hoffe da ergeben sich die Zahlen von selbst. Mal sehen wo ich am Ende des Jahres stehe.

Wer Lust hat mich dabei zu unterstützen: ich würde mich vor allem über den Eintrag in meinen Newsletter freuen! So verpasst ihr nie wieder einen Post und bekommt noch viele Styling Tipps, Checklisten und Videos, die ich auf dem Blog nicht teilen werde! Tragt euch also hier ein!

Ich freue mich auf 2017!

Dieser Blogbeitrag nimmt an der Blogparade „2016/2017: Was bleibt – was kommt?“ von Marit Alke teil.

7 thoughts on “Warum Fashionblogger für mich als Geschäftsmodell nicht funktioniert! Und wieso 2017 für mich trotzdem erfolgreich sein wird?

  1. Liebe Anne,

    vielen Dank für diesen ehrlichen, informativen Post : )
    Ich lese deinen Blog und deine Beiträge bei Insta schon seit einer Weile und freue mich immer über neue Posts.
    Man merkt deinen Beiträgen an, dass du dir die gezeigten Sachen selbst gekauft hast und die Teile auch wirklich magst. So sehr ich verstehe, dass hinter einem Blog viel Arbeit und oft auch Kosten stecken, die der Schreibende gerne wieder reinholen möchte, versauen Werbung und gesponserte Sachen den Content leider so oft. Bis vor wenigen Jahren habe ich viel mehr Beauty- und Fashionblogs gelesen, aber seit so viele Blogger gefühlt nur noch den Kram vorstellen, den sie gesponsert bekommen, ist die Glaubwürdigkeit dahin.
    Am liebsten lese ich wirklich Blogs wie deinen, bei denen man weiß, dass die Bloggerin sich ihre Garderobe selbst erarbeitet hat und man ihren eigenen Stil zu sehen bekommt. Mit den allermeisten hauptberuflichen Bloggern kann ich mich als Arbeitnehmerin auch einfach nicht identifizieren, da diese oft Teile zeigen, die sich wohl kaum ein Normalverdiener leisten kann.
    Ich würde mich also sehr freuen, wenn du weiterhin so authentisch bleibst : )
    Deinen Newsletter habe ich übrigens abonniert : )
    Viele Grüße,
    Lisa

    1. Liebe Lisa,
      dein Kommentar ist Balsam für meine Blogger Seele. Danke dafür! Ganz klar, war einer der Gründe mit dem Bloggen anzufangen, weil mich die Entwicklung auch beunruhigt hat und ich das machen wollte, was ich früher auch so geliebt habe: einen authentische Fashionblog!
      Danke auch, dass du dich in meinen Newsletter eingetragen hast!

      Lg Anne

  2. Liebe Anne, ich lese deinen Blog unheimlich gerne und du hast mir auch schon einige wertvolle Tipps für meinen eigenen Schrank gebracht. Ich kaufe inzwischen wirklich viel weniger und setze mir Ziele was ich noch brauche und was meine vorhandene Garderobe ergänzt. Früher hatte ich oft Fehlkäufe die für sich betrachtet echt schöne Stücke waren aber leider so gar nicht kompatibel zu meiner vorhandenen Sammlung waren. Ich mag an deinem Blog auch besonders gerne die Ehrlichkeit.
    Viele andere Blogs die ich lange abonniert habe, sind inzwischen uninteressant für mich geworden weil sie sich alle zu ähnlich geworden sind (in Wellen tauchen plötzlich auf allen Kanälen gleichzeitig bestimmte Produkte auf, und werden bei der nächsten Welle von einem anderen „It-Piece“ abgelöst). Gesponserte Beiträge sind einfach langweilig !

    Ich folge dir auch bei Instagram, deinen Newsletter kannte ich aber bisher nicht. Vielleicht kannst du in deinen Beiträgen öfter mal einen link zum newsletter einbauen damit die Leser aufmerksam gemacht werden;-)

    1. Am schönsten ist immer, wenn ihr ein paar Tipps für euch selbst aus dem Blog ziehen könnt. Dann weiß ich, dass ich was richtig gemacht habe. Also danke und auch danke, dass du meinen Newsletter abonniert hast. Der ist ganz neu, daher hab ich dafür erst jetzt Werbung gemacht ;)

      Lg und <3
      Anne

  3. Mach weiter so! Mir gefällt dein Blog unheimlich gut!! Und ich weiß deine Mühe auch total zu schätzen. Man sieht wieviel Aufwand du dir damit machst

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