14.10 Der Einzelhandel ist tot…

Wie man seinen eigenen Kleiderschrank shoppt
T-Shirt, Midirock: H&M // Sandalen: Topshop // Uhr: Cluse // Lederjacke: Zara

Ein Look, der gerade für die noch recht kühlen Morgen und dann doch sehr warmen Nachmittage bestens geeignet ist. Midirock + T-Shirt. Das war schon letztes Jahr eine meiner liebsten Kombinationen. Und auch hier mit meinem vermutlich ältesten Teil im Schrank – dem grauen H&M-Shirt von 2011. Da sieht man mal wieder, dass auch „Fast-Fashion“ zu „Slowfashion“ werden kann, wenn man die Kleidungsstücke mit der Absicht kauft sie eben auch zu tragen! Und das nicht nur für eine Saison.

Und apropos kaufen. Da geh ich einmal in die Stadt um bei H&M Home ein paar Sachen für die Wohnung zu besorgen und dann passiert folgendes:

Der H&M zu dem ich gefahren bin hatte keine Home Abteilung, also ab in die Stadt…Im anderen H&M ist dann sowohl die Rolltreppe als auch der Fahrstuhl defket…komme also mit dem Kinderwagen nicht in die H&M Home Abteilung. Dann halt wieder zurück…laufe mir eine blutige Blase…muss Geld holen, weil ich nur noch 1,50€ hab…Kreditkarte von der DKB hab ich vergessen aufzuladen…also mit EC-Karte Geld abheben…kostet mich 4,50€…und jetzt ratet mal was die Parkgebühren gekostet haben? 1,50€!!!!!!!!

Fazit: Es lohnt sich einfach nicht mehr in die Stadt zu fahren! Der Einzelhandel – mit dem einzigen Vorteil, dass man etwas SOFORT mit nach Huase nehmen kann, kann auch das meist nicht mehr leisten. Mehr als einmal habe ich bereits gehört: „Das haben wir nicht da. Muss ich bestellen“. Wozu dann das Ganze noch? Kann ich mir auch selber bequem nach Hause liefern lassen. Der Postbote kommt sowieso. Spar ich mir auch das Benzin. Wie seht ihr das?

Wie man seinen eigenen Kleiderschrank shoppt

11 thoughts on “14.10 Der Einzelhandel ist tot…

  1. Erst mal, schöenes Outfit.
    Und da ich mit größe 44 und etwas stärkeren Oberarmen ohnehin kaum noch was in einem Geschäft finde, bestelle ich nur noch online. In gewissen Geschäften, wie H&M, werden bei Blusen und Jacken auch noch die Ärmel immer enger, was auch schon meine schlanken Freundinnen beklagen. Aber ich komme vom Thema ab. :) Wie gesagt ich shoppe nur noch online wenn es um Kleidung geht. Aber ich muss zugeben, wenn es um Deko oder Hand- und Badetücher geht geh ich lieber in ein Geschäft. Online sehen besonders solche Dinge oft besser aus als sie dann wirklich sind.

  2. Ja sehe ich auch so. Wollte mir Gummistiefel (fürs Festival) kaufen und dachte geh ich mal zu Deichmann.
    Man kann da ja auch online gucken ob die Filiale die Schuhe da hat. (Man muss auch die Schuhegröße angeben)
    Jedenfalls hatten sie die im Laden nicht in meiner Größe da (warum muss ich online meine Größe eingeben wenn die Schuhe dann nicht da sind!?)
    Die Verkäuferin konnte die aber auch nicht nachbestellen weil Gummistiefel keine Sommerartikel sind. Aha…
    Hab dann Online bestellt…

  3. Manchmal gibt’s einfach Tage, da wäre man im nachhinein besser im Bett geblieben ;-)
    Also ich gehe schon noch ganz gerne „bummeln“, aber ehrlich gesagt mehr als Freizeitbeschäftigung und nicht, wenn ich wirklich was brauche. Dafür ist es mir einfach zu umständlich. Und ich glaube mit Kinderwagen ist es nochmal weniger spassig (Vorallem wenn Fahrstuhl UND Rolltreppe kaputt sind. Wie kann denn das bitte sein?).

    Lass mir in der Regel Klamotten schicken, die ich dann gemütlich daheim durchprobiere. Dabei muss ich nur immer darauf achten, alles was nicht passt, auch rechtzeitig wieder zurück zu schicken.

    Liebe Grüße
    Nora

  4. Ich bestelle zwar hin und wieder auch mal online, jedoch wirklich erst, wenn ich im lokalen Handel nicht fündig geworden bin. Wenn in den hiesigen Geschäften kein Umsatz mehr gemacht wird, fallen Arbeitsplätze weg, die Innenstädte veröden und viele Menschen verkriechen sich dann noch mehr in ihren Wohnungen. Außerdem finde ich es echt schlimm, wie die Zusteller teilweise ausgebeutet werden. Ich weiß nicht, aber statt einen gehetzten, miserabel bezahlten Boten an der Tür zu haben, gehe ich lieber in die Stadt und habe vielleicht auch noch einen netten, kurzen Plausch mit einer freundlichen Verkäuferin. Ich sehe die Materialien, ich sehe die Qualität der Ware, ich kann verschiedene Größen probieren… Und ich muss echt sagen, ich mache kaum Mal schlechte Erfahrungen mit dem Offline-Shoppen. Dafür habe ich auch schon Mal eine ganze Lieferung wieder komplett zurückschicken müssen, da die Größe der bestellten Kleidung hinten und vorne nicht gepasst hat – das fand ich auch ganz schön nervig. Dass es die Möglichkeit des Bestellens gibt, finde ich grundsätzliche eine praktische Ergänzung – aber wenn es hierfür irgendwann aufgrund des Ladensterbens gar keine Alternative mehr gäbe, diese Vorstellung finde ich echt erschreckend.
    Liebe Grüße
    Hasi

    1. Hi Hasi,
      ich versteh deine Argumentation mit den Arbeitsplätzen und Innenstädten. Obwohl mir das eher nicht so vor kommt. Gerade die hohe Menschendichte in der Stadt ist ein weiterer Faktor warum ich dort ungern hingehe. Leider sterben ja eher die kleinen mittelständischen Unternehmen/Läden. Die großen Ketten sind immer voll und machen die Innenstädte zum Einheitsbrei. Es ist egal ob ich in Hamburg bin oder in Köln: da ist der Zara neben Mango neben einem DM umgeben von einem McDonalds…

      Die miserabel bezahlten Boten finde ich da schon eher ein Argument das zieht. Aber der Postbote der DHL hier ist immer sehr sehr nett. Ich hoffe er wird ordentlich entlohn!
      Ist aber ein spannendes Thema wie ich merke.

      LG Anne

  5. So als Tipp: Die 4,50 € hättest Du Dir sparen können, wenn Du bspw. bei der Diba oder bei der Consorsbank wärst, wo die Kreditkarte eine Debitcard ist – also wo das Geld, das Du über die Kreditkarte ausgibst, direkt von Deinem Konto abgebucht wird wie bei einer EC-Karte. Damit hast Du ebenfalls die volle Kostenkontrolle, musst Deine Kreditkarte aber nicht ständig aufladen. ;)

    Gerade bei Klamotten finde ich Online-Shopping irgendwie umständlich. In Real schaut das Kleidungsstück dann meist nicht so gut aus und durch die ganzen Tüten, in denen die Einzelteile verpackt ist, hat man beim Behalten dann wieder unnötigen Plastikmüll und möglicherweise das reinste Chaos, wenn die leere Verpackung von dem Kleidungsstück, das man behält, neben dem liegt, was man zurückschicken möchte und man aber nicht mehr weiß, welche Tüte zu welchem Kleidungsstück gehört und man das aber wieder richtig zuordnen muss – vom „reinpfriemeln“ der Kleidungsstücke in die jeweilige Verpackung mal ganz zu schweigen… Da bin ich ehrlich gesagt zu ungeduldig. Außerdem fehlt mir persönlich das Bummeln beim Onlinekaufen – also dieses im Laden stehen, die Kleidungsstücke anschauen, vor sich hinhalten usw.

    1,50 € ist noch günstig vom Parken her. Ich komme aus der Nähe von Stuttgart und da kostet das Parkhaus 5,- € und mehr. Da lohnt es sich schon fast mit den Öffentlichen reinzufahren – es sei denn man fährt mit mehreren Personen und teilt sich die Spritkosten…

  6. Ein bisschen verspätet, meine Antwort 😉. Hinsichtlich des Ladensterbens habe ich in die Zukunft weitergedacht und nicht den aktuellen Zustand der Innenstädte gemeint. Viele Händler spüren aber schon jetzt die Auswirkungen des stetig wachsenden Onlinekonsums – und gerade über HM war ja vor Kurzem aufgrund drastisch sinkender Umsätze immer wieder zu lesen. Als Grund wurde dabei auch genannt, dass vom Management der Onlinehandel etwas verschlafen wurde. Dass die kleinen Boutiquen fast schon überall verschwunden sind und die Fußgänger-Zonen immer mehr wie geklont wirken, finde ich wie Du sehr, sehr schade. Aber ich kann mich erinnern, früher oft alleine in solchen Lädchen gestanden zu haben. Zur gleichen Zeit haben sich im HM ein paar Meter weiter die Kunden an den Kassen gestaut. Dass die schlecht besuchten Boutiquen unter diesen Umständen dann damals über kurz oder lang keine Chance mehr hatten und am Ende schließen mussten, wundert mich nicht. Letztendlich steuert natürlich auch der Konsument durch sein Einkaufsverhalten die allgemeine Entwicklung in den Städten.
    Mit Sicherheit gibt es sie, die entspannte Lieferanten. Vielleicht bestelle ich dafür auch zu selten im Netz. Wenn, dann hatte aber bei mir der Lieferant an der Tür immer etwas gescheucht gewirkt. Gut, vielleicht habe ich zu den falschen Zeiten bestellt, vielleicht lag es auch daran, dass er immer erst mit dem Lift in den vierten Stock fahren musste. Allerdings hatte ich mal einen Kollegen, der als Nebenverdienst bei einem Lieferdienst (jedoch nicht DHL) gejobt hatte. Aber nur für kurze Zeit, da die Arbeits-Bedingungen leider letztendlich nicht die besten waren (wobei ich jetzt natürlich zugeben muss, dass auch die VerkäuferInnen in den Ketten sicherlich nicht immer die besten Arbeits-Bedingungen haben).
    Vor einigen Wochen haben sich unsere lokalen Händler mal zusammengetan und eine Aktion gestartet, um zu zeigen, wie wichtig diese für die Stadt sind – von der Weihnachtsbeleuchtung, welche hier offenbar die Unternehmer finanzieren (wusste ich gar nicht), bis hin zum Sponsoring. Das Ganze zielte darauf hin, die Kunden zu sensibilisieren, was durch den wachsenden Onlinekonsum auf Dauer auf dem Spiel steht.

    Ich bestelle wie gesagt auch mal im Netz. Aber ich mag es auch, in die Stadt zu gehen, um mich dort umzusehen. Und ich hoffe, dass das auch in zwanzig Jahren noch möglich ist. Denn wie gesagt, die Vorstellung, am Ende zum Internet keine Alternative mehr haben, das macht mir etwas Angst.

    Ein spannendes Thema, da gebe ich Dir Recht. Und natürlich sehe ich auch die Vorteile des Shoppings im Internet. Ich schreibe daher nur, welche Gedanken ich mir zu dem Thema schon gemacht habe und wie ich es handhabe. ☺

    Ganz liebe Grüße!
    Hasi

    1. Danke nochmal für deine Gedanken zum Thema! Ich sehe vieles genauso wie du und am Ende keine Alternative zum Internet zu haben, halte ich auch für falsch. Ich glaube ich meine auch eher die großen Ketten, bei denen es sich nicht mehr lohnt einzukaufen: demotivierte Mitarbeiter (kein Wunder bei dem Gehalt!), alles überfüllt, und die Teile die man sucht sind dann doch ausverkauft…
      Ich wünsche mir mehr kleine Boutiquen mit außergewöhnlichen Sachen, kleinem Angebot das Lust aufs bummeln macht und keine übervollen unaufgeräumten Zaras und Mangos, die mir mehr Stress verursachen als alles andere! Ich hoffe, dass solche Läden wieder zum Trend werden.

      LG Anne

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