Random Weekly Stuff #12 – 2018

Die letzte Woche

War ich richtig angeschlagen. Gott sei Dank war die Oma ein paar Tage da und konnte mir ein bisschen unter die Arme greifen. Ansonsten bin ich immer frĂŒh ins Bett und hab mich tagsĂŒber mit Medikamenten am Leben gehalten.

Am Wochenende gings mir dann schon besser und so haben wir uns auf den Weg ins Manufactum in Waltrop gemacht. Ein wirklich super Laden, der jedoch nicht ganz billig ist. Mitgenommen haben wir die festen Shampoos von der Firma Rosenrot (ist das jetzt schon Werbung?) und ein paar Tulpen- und andere FrĂŒhblĂŒherzwiebeln, die verwildern.

Die nÀchste Woche

Wir bekommen am Wochenende Besuch von ein paar Freunden. Wird eine kleine Heruasforderung weitere 4 Leute in unserer Wohnung unter zu bringen, aber ich freu mich drauf. Mal sehen wie es klein L. gefÀllt.

An die Mamas unter euch: was habt ihr so im Alltag mit euren MĂ€usen gemacht als sie 9 Monate alt waren? Ich geh halt jeden Tag mit der Kleinen raus, treffe mich mit Freundinnen und MĂŒttern mit anderen Babies. Aber sonst spielen wir zu Hause, auf dem Spiekplatz und das wars. Und jetzt fĂ€ngt auch bald das Schmuddelwetter an und ich bin ein bisschen ĂŒberfragt, was man dann mit der Kleinen machen kann?!

Gelesen

Ein paar sehr tolle BeitrÀge von Blogger-Kolleginnen habe ich diese Woche gelesen:

#bloggergegenrechts

Und zu letzterem Artikel fĂ€llt mir auch eine kleine Geschichte ein, fĂŒr die ich mich im Nachhinein schĂ€me:

Als ich vor ca. 2 Monaten beim Friseur war fĂ€ngt doch tatsĂ€chlich die Inhaberin an darĂŒber zu schimpfen, dass FlĂŒchtlingen einfach so eine Waschmaschine vom Deutschen Staat geschenkt wird und sich die arme Oma von neben an keine mehr leisten könne. Diese Geschichte hĂ€tte sie von einem Kunden gehört, der VerkĂ€ufer fĂŒr Haushaltswaren ist und jeden Donnerstag „FlĂŒchtlings-Tag“ hĂ€tte.

Im Nachhinein schĂ€me ich mich dafĂŒr nicht gesagt zu haben: „Ja und? Wo ist das Problem? Der VerkĂ€ufer kriegt ein kostenloses Konjunkturprogramm von der Bundesregierung und wird seine Waschmaschinen los und die FlĂŒchtlinge können ihre Kleider waschen damit Leute wie sie nicht wieder sagen: „Die stinken, die FlĂŒchtlinge“. Dass die Oma sich keine neue Waschmaschine leisten kann ist eine ganz andere Sache und hat absolut nichts mit den FlĂŒchtlingen zu tun. Klar, es ist ein Problem, das man in Angriff nehmen muss. Sind aber zwei Paar Schuhe!“

Leider habe ich nichts der gleichen gesagt, sondern nur, dass ich das nicht schlimm finde und ihr Kunde dann ja wenigstens viele Waschaschinen verkauft. Aber die gute Frau hat mich auch gar nicht weiter reden lassen und wĂŒtete weiter.
Trotzdem zeigt dieses Beispiel: Rasissmus wird nicht lĂ€nger im verborgenen praktiziert, nein ich werde (obwohl ich ĂŒberhaupt nicht danach gefragt oder irgendetwas in die Richtung gesagt hĂ€tte) einfach so beim Friseur mit solchen Aussagen konfrontiert.

Und ich habe falsch reagiert. Ich hĂ€tte sagen mĂŒssen…ja ich hĂ€tte so viel sagen mĂŒssen. Dass ich nicht ihrer Meinung bin, dass ich es rassitsisch finde, dass ich den Laden nicht mehr aufsuchen werde, dass ich Freunden davon erzĂ€hlen werde.

Aber das hab ich nicht – und dafĂŒr schĂ€me ich mich.

4 thoughts on “Random Weekly Stuff #12 – 2018

  1. Liebe Anne,
    ich bin zwar keine junge Mami mehr, sondern eine Oma von zwei kleinen MĂ€dchen, antworte Dir aber trotzdem sehr gerne. Als die beiden noch klein waren – jetzt sind sie 8 und fast 6 – bin ich mit ihnen in erst in eine Krabbelgruppe und dann etwas spĂ€ter in eine Spielgruppe gegangen. So konnten die Kleinen Kontakt mit anderen Kindern haben und die jeweiligen Gruppenleiterinnen, meist Erzieherinnen, die nicht mehr Vollzeit arbeiten wollten, hatten immer gute Ideen fĂŒr Spiele und Lieder, die dem Alter der Kleinen angemessen waren und auf die ich alleine nie gekommen wĂ€re. Recht gute Adressen gibt es oft ĂŒber die Kirchengemeinden, auch wenn man nicht Mitglied der Gemeinde ist oder auch nicht religiös. In unseren Gruppen waren Mamas und Kinder aus unterschiedlichen LĂ€ndern vertreten und es war fĂŒr die Kinder immer sehr schön.
    Als die grĂ¶ĂŸere der beiden dann 3 Jahre alt war, sind wir zum Kindersingen gegangen, auch das war eine Bereicherung und hat viel Freude gemacht, aber das dauert ja noch bei Dir.
    Und was diese Friseurin betrifft, solche unfassbar dummen Menschen trifft man leider zur Zeit andauernd und ĂŒberall. Es ist wieder Mode geworden, ein Rassist zu sein, und wenn wir nicht aufpassen, machen die, was sie wollen. Ich finde es aber toll, dass Du dazu stehst, in der Situation zu wenig gesagt zu haben. Bei nĂ€chster Gelegenheit wirst Du vorbereitet sein und anders reagieren, wir mĂŒssen uns wahrscheinlich erst einmal alle daran gewöhnen, dass die Bösartigkeit zugenommen hat.
    Und mal so ganz am Rande: ich finde Deinen Blog sehr gut und ich schaue regelmĂ€ĂŸig rein. Mir gefallen Deine Ideen, auch wenn ich sie nicht eins zu eins ĂŒbernehme, so lerne ich doch auch oft noch dazu. Sorry fĂŒr den Roman, es grĂŒĂŸt Dich eine Oma, die sich Gott sei Dank eine Waschmaschine leisten kann,
    einen schönen Tag fĂŒr Dich und L., Veronika

    1. Hi Veronika,
      vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast mir zu antworten und so einen langen Text zu verfassen. Das freut mich wirklich sehr.

      Ja, meine Krabbelgruppe ist nun „zu Ende“ und ich glaub ich muss mich jetzt wohl auf die Suche nach einer Spielgruppe machen. Hab auch schon gutes von den Turnvereinen gehört…so Baby-/Kinderturnen.

      Ich hab jetzt tatsĂ€chlich eine kritische, aber doch nett und vorsichtig formulierte, Rezension bei Google ĂŒber diesen Friseur-Salon verfasst. Ich denke, damit habe ich ein bisschen Wiedergutmachung geleistet.

      Lg Anne

  2. Deine Friseurin ist ja der Knaller – hĂ€tten sich die FlĂŒchtlinge vielleicht eine Waschmaschine von zu Hause mitnehmen sollen? Oder sollen sie sich die Kleidung nun gefĂ€lligst im nĂ€chsten Bach waschen? Ist diese Frau also wirklich ernsthaft Menschen neidig, die am Ende nur noch die Möglichkeit einer Flucht als Ausweg gesehen haben? Solche Menschen nerven mich jedenfalls auch, und leider musste ich auch schon feststellen, dass mir in solchen Situationen ebenfalls nicht immer gleich die richtigen Worte einfallen.
    Liebe GrĂŒĂŸe
    Hasi

    1. Danke Hasi,
      es sind keine einfachen Zeiten. Und vielleicht sollten wir uns langsam Dinge zurechtlegen, die wir antworten können. Denn es unkommentiert lassen ist auch keine Option mehr.

      Lg Anne

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