Ein Jahr minimalistische Garderobe – 5 Probleme meiner Capsule Wardrobe

Ein kleines ehrliches Fazit nach einem Jahr Capsule Wardrobe - 5 Probleme die ich mit der Capsule Wardrobe habe
Es ist nicht immer alles Gold was glänzt und auch wenn ich zu hundert Prozent von der Capsule Wardrobe überzeugt bin, gibt es immer noch einige Probleme in meinem Kleiderschrank. Viele gute Seiten meines minimalistischen Kleiderschranks hatte ich ja bereits hier aufgezählt. Heute erzähle ich einmal von meinen 5 größten Problemen.

1 Der Prozess dauert länger als gedacht

Als ich mit der Capsule Wardrobe Idee von Caroline angefangen hatte, dachte ich innerhalb eines Jahres locker eine vielseitige Garderobe zusammengebastelt zu haben. Hat sie schließlich auch geschafft. Allerdings hat Caroline eben immer vor der Saison alles gekauft. Ich hingegen immer nur mal hier und dort ein paar Sachen, meistens so 4 Kleidungsstück oder ein Paar Schuhe und ein Kleidungsstück. Vieles habe ich dann auch wieder aussortiert weil es eben doch nicht passte. So habe ich immer noch keine einzige Capsule Wardrobe mit 37 Teilen gehabt und manchmal bin ich ein bisschen gelangweilt, weil ich dass Gefühl habe euch zum tausendsten Mal das gleiche Shirt zu zeigen.

2 Fehlkäufe passieren trotzdem noch (obwohl weniger)

Ein Grund warum ich die Capsule Wardrobe so toll finde ist, dass man so viel über sich und seinen Stil lernt. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht doch ab und zu mal einen Fehlkauf tätigt. Gerade wenn man eine bestimmte Vorstellung von einem Kleidungsstück hat und dieses beim Shoppen aber nirgends findet, neigt man dazu sich mit einer nicht so guten Alternative zu begnügen.

So geschehen bei meinem olivgrünen Pulli in meiner Winter Capsule. Ich wollte so gerne einen grünen Pullover, eigentlich grobstrickig und oversized. Den einzigen den ich allerdings in der Farbe meiner Wahl gefunden hatte war ein fließender Feinstrickpullover. Trotzdem hab ich ihn gekauft. da er aber eben nicht der richtige war, werde ich ihn nächstes Jahr wohl doch ersetzen.

3 Schuhe sind bei mir ein Schwachpunkt

Ich stelle mich unglaublich wählerisch an was Schuhe und Jacken betrifft. Allerdings ist es bei letzterem so, dass ich da bereits eine ganz gute Auswahl habe und man auch nicht mehr als 3-4 Jacken braucht.
Schuhe sollten in einer Capsule Wardrobe eigentlich mehr vorhanden sein, weil man damit am schnellsten den Look eines Outfits verändern kann. Aber ich bin immer auf der Suche nach den perfekten Paaren, die es anscheinend nicht gibt.

Zum Beispiel suche ich einen Ballerina in nude oder Leo-Optik, innen und außen Leder, ein bisschen spitz vorne aber nicht zu spitz. Und ja, es ist so schwierig wie es sich anhört trotz tausender Internet-Shoppingseiten! Wenn ihr da was wisst, teilt euer Wissen bitte mit mir!

4 Accessoires unterschätzt

Ich gebe ungern Geld für Accessoires aus, obwohl ich weiß das mit ihnen ein Outfit steht oder fällt. Aber wenn ich nun mal die Wahl habe zwischen drei Oberteilen, die in meiner Capsule noch fehlen, und einer Tasche, dann nehme ich ersteres.

Ich habe mir jetzt allerdings vorgenommen jeden Monat ein bisschen Geld für Accessoires auszugeben. Vergoldete Ringe zum Beispiel kosten bei Six Accessoires oder Bijou nur 12-14€ und sind daher auch monatlich im Budget.
Uhren, Taschen, Portemonnaies etc werden weiter auf meinen Weihnachts- und Geburtstagswunschlisten stehen, so dass ich selbst kein Geld oder einfach weniger Geld dafür ausgeben muss.

5 Die Ökologie kam zu kurz

Eigentlich war es so geplant, dass ich mehr auf die Qualität und Produktionsstätten der Kleidungsstücke achten wollte. Bisher hat das weniger geklappt und darüber bin ich fast schon erbost mit mir selbst.

Ich achte zwar auf die Stoffqualität und habe in den letzten Monaten kaum synthetische, nicht abbaubare Kleidungsstücke gekauft. Aber eben weniger auf die Produktionsbedingungen geachtet. Dabei ist es gar nicht so schwer, weil zum Beispiel auch Hallhuber oft in der Türkei und nicht in Bangladesch etc. produziert.
Auch wollte ich mehr darüber schreiben wie es sich in Second Hand Shops so einkauft, oder wie man Kleiderkreisel für ausgewählte, angesagte Stücke am besten benutzt. Ich hoffe, dass ich da in Zukunft noch viel besser werde.

Ich hoffe diese ehrliche Runde hat euch ein bisschen gezeigt, dass alles ein Prozess ist. Das es auch Probleme und Rückschläge gibt. Was sind eure Probleme und Rückschläge? Wie geht ihr damit um?

3 thoughts on “Ein Jahr minimalistische Garderobe – 5 Probleme meiner Capsule Wardrobe

  1. Liebe Anne, wie ich ja bereits erwähnt hatte, gehöre ich grundlegend zur Kategorie „stille Leserin“. Aber nun musste ich einfach mal einige Anmerkungen zu deinem vergangenen Post machen ;-)
    Du machst das alles gut so! Und Geduld ist sicherlich wichtig! Ich selber bin nun in meinen 30ern und „arbeite“ noch immer an (m)einen perfekten Kleiderschrank. Es ist doch oft so, dass dieser sich mit den Lebensabschnitten und Umständen ändert.
    Habe lange gegrübelt und gegoogelt und einfach mal gecheckt was so ein Basic-Kleiderschrank haben sollte. DAS sind bei mir die Teile, welche grundsätzlich hochwertig und teurer sind. Man kann heutzutage nicht immer wissen, wer wie was produziert. Und selbst teure Kleidung wird (wie ich mittlerweile festgestellt habe) auch nicht immer entsprechend hergestellt. Also den Wünschen, Umständen. Sicherlich kann man da auch gut auf Ökologische Kleidung schönerweise achten. Aber alles?
    Ansonsten sind die sogenannten Trendteile der Saison recht preiswert bei mir vertreten. Denn ob ich auffallende Muster oder Schnitte in 1 Jahr noch toll finde, ist fraglich. So handhabe ich das auch gerne mit extravaganten Schuhen ect. Es hat mich mittlerweile oft vor Fehlkäufen gerettet. Und ich schlafe mittlerweile gerne mal einige Tage darüber, ob ich ein gewisses Teil wirklich benötige?! Mir ist das oft passiert, dachte „oh Wow, DAS Teil MUSS ich haben.“
    Im Nachhinein war es dann doch nur ein Staubfänger im Schrank…

    Accessories: das ist ein häufiges Thema. Ich selbst habe wenigen, aber guten Schmuck. Trage nur äußerst selten (!) zu Veranstaltungen oder Events diesen. Im Alltag (vor allem mit Kind+Kegel) tut es ein Halstuch. Das ist quasi „mein Schmuck“. Ich besitze unzählige verschiedene Halstücher, Schals. Man kann Outfits so auch gut ändern meines persönlichen Erachtens! Und was ich früher oft belächelt habe, mittlerweile aber ein riiiesen Fan bin, sind die sogenannten Twin-Sets bestehend aus Cardigan und Shirt oder Top. Man kann das auch gut untereinander vielseitig kombinieren, wenn in neutralen Farben gehalten ist. Man extravaganter wenn ein auffallendes Shirt drunter ist oder Bluse…. Die Cardigans in hochwertige Qualität hat man sicherlich sehr lange etwas davon.

    Liebe Anne, mach weiter so! Es ist immer wieder spannend und schön, deine Beiträge zu lesen!
    Ich freue mich auf viele weitere!
    Herzliche Grüße

    1. Liebe Jomana,
      vielen vielen Dank für deinen unglaublich langen Kommentar. Ich stimme dir bei allem was du geschrieben hast hundertprozentig zu. Ich wollte mit deisem Artikel vor allem zeigen, dass eben nicht alles gut ist. Sondern es auch dazu gehört, wenn man weiter Probleme hat trotz eines guten Ansatz (in diesem Fall die Capsule Wardrobe).
      Ich freue mich auf jeden Fall, dass dir meine Beiträge gefallen. Das ist der schönste Lohn.
      Liebe Grüße,
      Anne

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