(Fast) 2 Jahre Capsule Wardrobe – Warum ich immer noch nicht genug habe!

Warum ich auch nach 2 Jahren mit der Capsule Wardrobe noch nicht genug habe?!

Wer hier ein bisschen länger mitliest weiß, dass die erste Zahl in der Überschrift der Outfit-Posts der Anzahl meiner Capsule Wardrobes entspricht. Da wir fast bei der 8. Garderobe dieser Art angekommen sind, bedeutet das auch: 2 Jahre mir dem minimalistischen Kleiderschrank Prinzip! Daher möchte ich heute mal darüber schreiben, warum ich die Capsule Wardrobe eigentlich immer noch benutzte? Warum ich sie nicht schon längst viel lockerer genommen oder sogar ganz mit ihr aufgehört habe?

1. Sie zwingt mich dazu mich mit Mode auseinanderzusetzen

Ich habe mich zwar früher auch für Mode und Trends interessiert, aber am Ende doch wieder beschlossen, dass das etwas für die anderen ist. Seit ich mich mit der Capsule Wardrobe einkleide, überlege ich bewusst welche Trends zu mir passen, welche ich auslasse und was überhaupt angesagt ist. Jedes mal wenn wieder 3 Monate um sind, setzte ich mich kurz hin gucke was ich habe und was ich brauche und dann kann ich planen. Es überfordert mich einfach nicht so sehr wie früher. Ich möchte sogar sagen, dass es Spaß macht.

2. Ich weiß dank der Capsule Wardrobe was ich für die Saison noch brauche

Eben weil ich mich kurz hinsetzte und plane weiß ich ganz genau wo meine Lücken sind. Vor allem die 3er Regel hilft wirklich dabei herauszufinden was fehlt. Sollte aus der Kategorie „Statement“ etwas fehlen, kehre ich zu Schritt 1 zurück und überlege mir welcher Trend die Lücke am ehesten für mich füllen würde. Die Shopping-Liste ist mein bester Freund geworden.

3. Sie gibt mir Sicherheit

Weil ich jeden morgen nach dem Schlafen aufstehen, einfach in den Schrank greifen kann und weiß, dass sich dort ein Outfit zusammenstellen lässt, das zu mir passt. Ich habe immer, für jede Gelegenheit meines Alltags und für jedes Wetter etwas griffbereit. Damit einher geht auch der nächste Punkt:

4. Dank der minimalistischen Garderobe passen all meine Sachen zueinander und zu mir!

Das kann einem ja nur eine Sicherheit geben oder? Ich hatte hier ja bereits erwähnt, dass ich langsam aber sicher meinen Stil gefunden habe. Und das ist wirklich einzig und allein dem Reduzieren, dem Analysieren (siehe Punkt 1) und der einfachen Umsetzung der Capsule Wardrobe zu verdanken.

5. Ich habe eine gewisse Mode-Zufriedenheit entwickelt.

All dies resultiert darin, dass mich Mode nicht mehr stresst – es sei denn ein tolles Teil, das perfekt eine Lücke schließen würde, ist ausverkauft. Ich bin seit einer langen Zeit endlich glücklich damit wie ich mich modisch entwickle und wie ich aussehe.

Ihr könnt euch wahrscheinlich denken, dass ich daher keinen Grund sehe damit aufzuhören. Genauso wie eine erfolgreiche Diät eher etwas mit Ernährungsumstellung zu tun hat, so ist für mich auch die Capsule Wardrobe eher eine Einstellung als eine kurzfristige Idee. Mich alle 3 Monate hinzusetzen und zu definieren wo meine modische Reise hingehen soll, hilft mir unheimlich.

Was denkt ihr zu dem Thema? Ist die Capsule Wardrobe nur ein Experiment für euch oder eine Einstellungssache? Was liebt ihr an diesem Prinzip?

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2 thoughts on “(Fast) 2 Jahre Capsule Wardrobe – Warum ich immer noch nicht genug habe!

  1. Eigentlich schon interessant. Obwohl Du hinsichtlich der Kleidung Deine Möglichkeiten stark begrenzt und strukturiert hast, bist Du trotzdem zufriedener und fühlst Dich allem gut gewappnet.

    Wir leben in einer Gesellschaft der Übersättigung und Überfülle. Aber dennoch sind viele Leute unsicher und unzufrieden. Dinge werden angehäuft, die man eigentlich nicht braucht und die letztendlich gar nicht zu einem passen. Kaum ist das eine erworben, will man schon wieder etwas Neues. Nur um am Ende oftmals festzustellen, dass man eigentlich „nichts“ hat. Mit vielem, was man teuer erworben hat, weiß man dann nichts rechtes anzufangen oder sieht sich schnell davon ab.

    Daher finde ich Deine obige Schilderung so spannend. Man benötigt oftmals gar nicht viel für sein Glück. Aber es ist wichtig, dass man sich bewusst damit auseinandersetzt, wer man ist, was man denn nun wirklich braucht und was sich letztendlich harmonisch in sein Leben einfügt und es wirklich bereichert. Alles andere kann man sich dann eigentlich zugunsten von Übersichtlichkeit und Klarheit sparen. Dieses Prinzip würde ich nicht nur auf die Kleidung, sondern auch auf die meisten anderen Lebensbereiche übertragen.

    Ich selbst versuche dies ja auch immer mehr und besser umzusetzen und das bisherige Ergebnis gefällt mir schon mal ganz gut…

    Die Capsule Wardrobe wäre mir zwar zu streng und mit den ca. 37 Teilen dann doch noch etwas zu wenig Auswahl, aber das gut durchdachte Konzept an sich ist natürlich schon eine tolle Inspiration!!

    LG!

    Hasi

  2. Hallo Anne! ….wie schnell die Zeit doch irgendwie vergeht. Ich habe deinen Blog per Zufall entdeckt 🙂 und schaue immer wieder gerne vorbei 🙂
    Mach weiter so! Es ist immer wieder eine Freude etwas von dir zu lesen. Nicht nur der Mode wegen. Sondern auch gerne über dich und deine Reisen.
    Liebe Grüße

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