Meine 5 größten Fehler bei meiner modischen Stil-Findung

Seit 2015 schreibe ich auf dieser Seite über die Do’s und Don’ts bei Mode und Stil. Dabei soll aber bitte nicht der Eindruck entstehen, ich hätte ein angeborenes Gefühl für Stil und Ästhetik.

Im Gegenteil: ich habe in den Jahren vor und während des Bloggens viele Fehler gemacht. Die Liste ist wahrscheinlich sogar länger als die hier aufgezählten 5. Allerdings gehe ich in diesem Post auf die Fehler ein, die für euch (hoffentlich) den größten Lerneffekt haben.
Denn aus Missgeschicken lernt man ja bekanntlich am Besten und wenn es dazu noch die Missgeschicke von Anderen sind, ist es gleich doppelt angenehm. Schließlich muss man die Fehler dann nicht selbst begehen!
Hier sind also meine 5 größten Fehler in Bezug auf modische Stil-Findung.

1 keine Strategie und Ziele 

Jahrelang habe ich gar nicht so genau gewusst, was ich Stil-mäßig wollte. Ich hatte mir einfach das sehr unkonkrete Ziel gesetzt: besser angezogen sein zu wollen.
Was genau das für mich bedeuten sollte, in welche Richtung ich mein Stil entwickeln wollte und wie ich das ganze angehen würde, wusste ich nicht.
Heute weiß ich, dass eine Capsule Wardrobe für den Einstieg zu diesen Fragen genau die richtige Strategie ist. Eine minimalistische Garderobe aufzubauen gibt einem ein Ziel, einen konkreten Plan und die Möglichkeit am Ende der Saison besser analysieren zu können (Siehe Punkt 5) um dann die Fragen endlich beantworten zu können.
Was eine Capsule genau ist könnt ihr in diesem Beitrag nochmal lesen.
2 zu viele Trendteile gekauft

Statt eine gute Basis aufzubauen, dachte ich dass ich mit schnellen Trendkäufen dem unkonkreten Ziel „besser auszusehen“ am einfachsten nah kommen würde. Der sogenannte Quick Fix. 
Leider musste ich feststellen, dass mein Kleiderschrank dank dieses Ansatzes nach ca. anderthalb Jahren eine Generalüberholung nötig gehabt hätte. 
Davon abgesehen fühlte ich mich in vielen Teilen nicht wohl und zog diese auch kaum an. Sie passten einfach nicht zu dem Stil, der mir vorschwebte, auch wenn ich keine Ahnung hatte wie ich den erreichen sollte.
Ich sage es immer wieder stylisch/modisch sein und Stil haben sind zwei unterschiedliche Dinge. Aber sie müssen sich auch nicht ausschließen! Darüber hatte ich hier bereits mal geschrieben.
3 zu wenig Teile

Hier könnte genauso gut zu viele Teile stehen. Aber bei mir war (und ist es teilweise immer noch so – ich sage nur Winter Capsule mit 3 Pullovern!), dass ich eindeutig zu wenige Teile im Schrank hatte.
Der Tiefpunkt war erreicht, als ich mit einem Loch in meiner Jeans eine neue besorgen musste, weil das mein einziges Paar war. Was aus ökologischer Sicht durchaus sehr vorbildlich ist, erwies sich im Alltag einfach als unpraktisch und ließ mich schlecht fühlen. Versteht mich nicht falsch, man sollte wirklich nur so viele Kleidungsstücke besitzen wie man auch im Alltag tragen kann. Aber mehr als eine Hose darf es dann doch sein.
Wer einen Überblick über die perfekte Kleiderschrank Basis erhalten möchte, kann gerne hier klicken:
4 Nicht auf die verwendeten Stoffe geachtet

Vor meinem Capsule Wardrobe Experiment habe ich mir eigentlich nie über die verwendeten Materialien Gedanken gemacht. Ein Fehler, denn ich finde nicht unbedingt, dass ein Preis etwas über die Qualität aussagt, Stoff-Materialien allerdings schon. 

Warum bei H&M viele Teile billig aussehen liegt meistens daran, dass sie aus billigen (synthetischen) Materialien wie Polyester bestehen. Manchmal findet man aber auch bei den Fast-Fashion-Ketten Stücke, die nach Designer aussehen und – Überraschung! – die sind meist aus natürlichen, guten Materialien wie Baumwolle, Seide, Kaschmir etc.
Worauf ihr neben dem Schnitt, Farbe und dem „Haben-wollen“-Reflex unbedingt achten solltet ist also der Stoff! Natürlich findet ihr bei hochpreisigen Marken oft bessere Materialien, aber auch für kleines Geld kann man gute Stoff-Qualität finden. Man muss nur ein bisschen länger suchen.
5 kein Fotos gemacht bzw. die Analyse hat gefehlt
Ich hatte es vor einer Weile schon mal erzählt, aber der größte Unterschied zwischen der Zeit VOR meiner Capsule Wardrobe und DANACH ist, dass ich meinen Kleiderschrankinhalt viel stärker analysiere. Und auch analysieren kann, weil ich die entsprechenden Mittel dazu habe: sprich Beweis-Fotos!
Was gefällt mir? Wieso genau? Woran liegt es? Ist es der Stoff? Der Schnitt? Was fehlt mir noch in meiner Garderobe? Steht XY schon auf meiner Shopping Liste? 
All diese Fragen sind sehr spezifisch. Und ich kann sie nur stellen, weil ich genau weiß was ich habe (und dank Capsule Wardrobe auch nicht zu viel habe, dass ich analysieren muss) und ich weiß in welcher Kombination ich das ganze so im Alltag trage.
Jedem, der keine Capsule Wardrobe machen möchte, empfehle ich wenigstens 1 Monat lang Fotos vor dem Spiegel von sich zu machen und am Ende des Monats die gesammelten Daten auszuwerten. Ihr werdet danach viel klarer sehen!
Was war bisher euer größter Fehler bei eurer modischen Reise? Ich freue mich auf eure Kommentare!

10.11 Bandshirt ganz feminin

Midirock-Bandshirt-Birkenstock-Sommer-Outfit-2017
T-Shirt: H&M // Sandalen: Birkenstock // Rock: H&M // Tasche: Abro
Wie man ein rockiges Bandshirt mal ganz feminin stylen kann, zeigt dieser Look. Inspiration dazu war dieser Pin. Ihr wisst ja: ich bin eher so der Inspirationssammler, selbst auf diese Kombination wäre ich wohl eher nicht gekommen. Aber für so Menschen wie mich gibt es ja Gott sei Dank Pinterest. Immer wieder mein liebstes Tool!

Das Outfit passt auch wirklich gut zum heutigen Wetter. Ich hab mich auf jeden Fall heute richtig gekleidet gefühlt. Toll, wenn man endlich Röcke bei der Arbeit tragen kann! Das war wirklich ein großer Nachteil im Labor.
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Random Weekly Stuff #30

Gemacht

Das Wochenende war super schön. Wir sind zum Möhnesee gefahren, waren im Wald spazieren und haben meiner Schwester beim Stand Up Paddeling zugesehen. Abends ging es dann noch zum Thailänder und dann waren wir alle super fertig vom Tag.

Der Sonntag war dann ein fauler Tag. So wie es sich gehört. Wir haben den Film „Crimson Peak“ gesehen, den ich nur empfehlen kann, Lasagne und Süßigkeiten in uns gestopft und auf dem Sofa gelegen. Sonntags-Perfektion also.

Geplant

Dieses Wochenende fahren wir zur Family und werden den Harz mal wieder richtig genießen. Sonst steht noch ein Besuch bei IKEA an.

Prioritäten finden

Apropos IKEA, ich versuche gerade herauszufinden welcher Interior Bereich höhere Priorität hat. Eigentlich bräuchten wir nämlich einen neuen Esstisch, aber auch ein Tisch für die Terrasse wäre angebracht. Letzteren besitzen wir nämlich gar nicht. Aber was ist wichtiger? Lieber erstmal an den Sachen arbeiten die man gar nicht hat, wie der Terrassentisch? Aber der Sommer ist ja auch schon fast vorbei…also lieber den Innenraum herrichten? Ach ich bin so unentschlossen.

Gefreut

Darüber, dass Game of Thrones endlich weiter geht. Das werde ich mir jetzt gleich zum Feierabend gönnen!

10.10 Stripes and Mom Jeans

Mom-Jeans-gestreiftes-Shirt-Birkenstock-Sommer-Outfit-2017
T-Shirt: H&M // Schuhe: Birkenstock Arizona// Mom Jeans: H&M // Tasche: Abro
Das letzte Outfit aus der #Juni15x30 Challenge. Ab morgen darf ich wieder beherzt in meinen Schrank greifen!

Und was habe ich nun gelernt? Dass man durchaus mit 15 Teilen seinen Alltag bewältigen kann und dass das Ganze leichter ist als gedacht. Für Leute mit einer Capsule Wardrobe wahrscheinlich eher als für die meisten Anderen!

Trotzdem macht Mode mehr Spaß wenn man ein paar Teile mehr in seinem Schrank hat. Auf die Balance kommt es eben an. Was mich wieder zur berühmt berüchtigten 80-20-Regel bringt. Der perfekte Kleiderschrank besteht zu 80% aus Kleidungsstücken, die du liebst und tagtäglich trägst. Die restlichen 20% dürfen gerne etwas spaßiger, auffälliger oder auch Trend-lastiger sein. Und genau auf diese 20% freue ich mich jetzt wahnsinnig.

Und dennoch finde ich den heutigen Look auch super gut. Sommerlich casual und auch ohne meine restlichen 20% irgendwie spaßig.

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10.9 Sommer pur in einem Outfit

Shorts-rote-Bluse-Sommer-Outfit-2017
Shorts: H&M // Schuhe: Stan Smith Adidas // Bluse: Only // Tasche: Abro

Kein Look hat den Sommer bisher so gut wiedergegeben wie dieses hier: es schreit förmlich nach einem heißen Tag! Ich hoffe, dass wir den dann auch bald mal wieder haben werden.

Ich habe für euch neben diesem Outfit noch einen weiteren Look passend zur #Juni15x30 Challenge. Danach geht es dann mit all meinen Stücken aus meiner Sommer Capsule Wardrobe weiter! Außerdem habe ich es tatsächlich geschafft noch einen weiteren Beitrag für diese Woche fertigzustellen. 

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Random Weekly Stuff #29

Gemacht

Am Wochenende habe ich endlich ein paar Blumen auf der neuen Terrasse gepflanzt. Mit dem Ergebnis bin ich auch mehr als zufrieden.

Am Sonntag sind wir kurz an einen See gefahren und haben ein bisschen Sonne getankt. Nach der ersten Arbeitswoche war das ein sehr schönes, ruhiges Wochenende.

Geplant

Meine Schwester kommt mich am Wochenende besuchen. Ich hoffe das Wetter wird gut und wir können ein bisschen den Sommer genießen. Laut Wettervorhersage sieht das ganze aber nicht so gut aus.

Momentan habe ich ein bisschen Probleme mit zusätzlichem Content in der Woche. Ich denke ich muss mich erstmal wieder ein bisschen einspielen mit arbeiten und nebenbei bloggen.

#Juni15x30

Es läuft gut, obwohl ich gerne einfach mal wieder anziehen wollen würde worauf ich Lust habe. Einfach ohne das Gefühl der Einschränkung. Aber wir sind ja schon an Tag 26 und damit auch schon fast durch. So richtig was gelernt habe ich aus der Challenge eigentlich nicht. Ich mag alle Teile, die ich ausgewählt habe wirklich gerne und trage die auch außerhalb der Challenge – ich würde sagen – 80% der Zeit. Die restlichen 20 experimentiere ich gerne mit dem was ich noch so im Schrank habe.

Komischerweise habe ich momentan auch wenig Lust auf Shopping. Ich weiß nicht, ob es mit der Challenge zu tun hat, oder damit dass ich in letzter Zeit auch nicht sonderlich viel Geld zur Verfügung hatte. Aber irgendwie war ich ewig nicht mehr auf meinen üblichen Shopping-Seiten unterwegs und ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich irgendetwas dringend brauchen würde.

10.8 Leinenshirt und Jeans

Jeans-Leinenshirt-Loafers-Sommer-Outfit-2017
Shirt aus Leinen: H&M Premium // Jeans: Topshop Jamie // Loafers: H&M Premium // Tasche: Michael Kors // Uhr: Daniel Wellington

Dieses Outfit kann ich ohne Probleme so in meinem neuen Job tragen. Gott sei Dank gibt es keinen strengen Dresscode, so dass ich meine Garderobe wohl kaum umstellen muss. Juhu, dafür. Das Leinenshirt war wirklich eine gute Investition, denn im Sommer sind mir schwarze T-Shirts meist zu warm. Da dieses gute Stück aber aus luftigem Leinenstoff ist, wird es einem nicht zu heiß.

Ich hoffe ihr hattet eine gute Woche und ein noch besseres Wochenende? Ich war bis eben an einem schönen Badesee und werde nun noch ein bisschen am Blog arbeiten. Was die #Juni15x30 Challenge angeht sind wir auch schon an Tag 25 angelangt. Krass, wie schnell die Zeit verging, mehr zu dem Thema aber morgen im Wochenrückblick. Schönen Abend euch!

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10.7 Anderes Shirt, anderes Feeling

gestreiftes-shirt-midirock-stan-smith-sneaker-sommer-outfit-2017
Rock: H&M // Schuhe: Adidas Stan Smith // Shirt: H&M // Uhr: Cluse

Die ersten Tage auf der neuen Arbeit waren aufregend und haben meine Energie geraubt. So dass ich hier auf dem Blog zu wenig kam. Aber heute gibt es endlich ein neues Outfit.

So ein ähnliches Outfit hatte ich euch am Anfang meiner Sommer Capsule schon mal gezeigt. Ich finde im Vergleich sieht man aber gut, was ein anderes Shirt ausmachen kann. Dieses Shirt würde ich zu meinen Stil Basics (von denen ich hier schon mal erzählt habe) zählen und macht daher zum Basic schwarzen Leinen Shirt doch den Unterschied.

Sonst freu ich mich aufs Wochenende und kann mir gut vorstellen, genau dieses Outfit auch nochmal am Wochenende zu tragen. Außerdem kommt diese Woche definitiv noch ein weiteres Outfit!

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Random Weekly Stuff #28

Gemacht

Wir sind am Wochenende bei Freunden zum Grillen eingeladen gewesen. Zwar mussten wir dafür durch halb Deutschland fahren, aber das war es auf jeden Fall wert. Es geht doch nichts über gute Gesellschaft!

Sonst habe ich die letzte Woche genossen und mich einfach ein bisschen treiben lassen. Was auch ganz schön war.

Geplant

Absolut gar nichts ist geplant außer durch die neue Woche zu kommen, denn…

Neuer Job

Ich wollte nichts schreiben, bevor nicht alles zu hundert Prozent sicher ist. Aber vor ein paar Minuten habe ich meinen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben. Unbefristet!

Das Vorstellungsgespräch von dem ich so enttäuscht war, hat auf der anderen Seite anscheinend einen ganz anderen Eindruck hinterlassen. Ich bin gerade super happy und freue mich jetzt auf die neuen Aufgaben und die vor mir liegende Woche. Daher habe ich auch nichts weiter bisher geplant. Das mit der Arbeit ist schon aufregend genug!

#Juni15x30

Wegen dem neuen Job musste ich leider heute ein wenig umdisponieren. Da ich nicht weiß, ob Jeans ok sind, habe ich eine schwarze Hose angezogen, die nicht in der Challenge vorhanden ist.

Aber ganz ehrlich? Wenn die Lebenssituation sich ändert, muss sich einfach auch der Kleiderschrank anpassen und ich werde den ersten Eindruck auf meine zukünftigen Kollegen bestimmt nicht von einer selbstauferlegten Challenge bestimmen lassen! Denn ach darum geht es bei der Capsule Wardrobe: sie lässt sich extrem leicht an neue Lebensumstände anpassen ohne das man hundert neue Kleidungsstück braucht.

10.6 Red, again

Rote-Bluse-Jeans-Sommer-Outfit-2017
Bluse: Only // Jacke: Zara // Hose: Topshop Jamie Jeans // Schuhe: Birkenstock

Während ich diese Zeilen tippe, ist es 6 Uhr morgens und ich kann nicht schlafen. Zu viele Gedanken kreisen in meinem Kopf. Wenigstens kann ich so was produktives tun und schreibe euch diesen Blog Post!
Die #Juni15x30 Challenge zieht nur so an mir vorbei. Ich hätte nicht gedacht, dass es doch so einfach ist mit 15 Teilen auszukommen. Und trotzdem vermissen schon einige die größere Auswahl in ihren Kleiderschränken. Mode hat eben nicht nur einen praktischen Aspekt, viel mehr geht es auch darum die persönliche Tagesstimmung wiederzugeben. Und wenn ich mich an einem Tag nach aufbrezeln fühle, wieso sollte man dann seine „Uniform“ wie jeden Tag anziehen? Minimalismus um des Minimalismus willen halte ich für gefährlich, so wie alles andere in zu großen Maß eben auch immer seine Gefahren birgt. Die letztendlich Frage, die man sich immer – nicht nur bei seinem Kleiderschrank- stellen solltet, lautet: macht mich XY glücklich? Und zu viel von egal was, macht einen nachweislich nie glücklich.

Jetzt aber auch genug Philosophie für den frühen Morgen! Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Was habt ihr so vor? 

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